Der Katholische Kindergarten "Unterm Regenbogen"

Ab 1968 gab es 2 Kindergartengruppen noch im “Kendrschiale” also im Schwesternhaus.
Bis dahin war das wesentliche Ziel die Betreuung der Kinder gewesen; ab jetzt stand eher die Bildung der Kinder im Vordergrund.

Katholischer Kindergarten (1970- 2022), In der Breite 6

Kindergarten in Seebronn – nach dem Kindergarten im Schwesternhaus

kath kiga foto eingang
kath kiga bauskizze

Daten und Fakten

1968Bau des Kindergartens, "In der Breite 6", südlich des Schwesternhauses

Baukosten 290.000 DM,
09/1970Umzug der 2 Gruppen vom Schwesternhaus in das neue Gebäude
24.07.1971Einweihungsfeier Kindergarten
1988Erweiterung / Anbau des 3. Gruppenraumes
1999/2000Einführung Kernzeitbetreuung (15 Schulkinder von 7:30 - 15:30 Uhr)

Fest zur Namensgebung "Unterm Regenbogen"
Herbst 2022Umzug Kindergarten in das "Kinderhaus St. Jakobus"

Der Kindergarten – Betrieb und Entwicklung

Am Anfang, so berichtet Frau Kronenthaler,  waren in den 2 Gruppen insgesamt ca. 60 Kinder. Zur Unterstützung hatte sie zunächst eine angelernte Hilfskraft („Veronika“). Erst 1971 kam eine Erzieherin dazu, später folgten weitere Mitarbeiterinnen.

1970Marianne Kronenthaler
Marlene Rapp
Renate Mörscher
Gabriele Hinrichs
1984Anita Günther
2001Theresia Briol-Ludwig
2019Andreas Auer

Der Kindergartentag war zeitlich klar strukturiert:

  8-10 Uhr

Freispiel, z.B. Bauecke, Puppenecke, Malen etc.:

10-11 Uhr

gemeinsames Vesper,
WC-Gang, ab ca. 1973 auch Zähne putzen (das Gesundheitsamt kam 1x jährlich zur Kontrolle)

11-12 Uhr

Bilderbücher, Märchen erzählen, Fingerspiele, Lieder,  Gruppenspiele, oft im Stuhlkreis
(manche Kinder wurden ab 11 Uhr schon abgeholt):

14-16 Uhr

je nach Wetter war eine Hälfte der Kinder im Garten zum freien Spiel draußen, die anderen haben drinnen gespielt

Einmal im Jahr gab es ein Kindergartenfest mit Spielen, Kaffee und Kuchen und Roten Würsten. Außerdem wurde eine abendliche Fasnetsveranstaltung für die Eltern organisiert und Basare veranstaltet. Dabei ging es um Geselligkeit und darum, Geld für die Anschaffungen für den Kindergarten einzunehmen.

Der Kindergarten entwickelte sich seit den 70er-Jahren erheblich weiter, insbesondere was den den pädagogischen Anspruch anging. Später kamen weitere Aufgaben für die ErzieherInnen dazu:

  • Vor-Planung des Kindergartenjahrs zu bestimmten Themen und Projekten
  • Elternabende, Elternbriefe sowie Elterngespräche und Beratung zum Entwicklungsstand der Kinder
  • Kooperation mit der Schule und ab 1997 mit dem städtischen Kindergarten
  • Ausbildung von KinderpflegerInnen und ErzieherInnen in Zusammenarbeit mit den Fachschulen
Kindergartenleiterin Theresia Briol-Ludwig
"Ein Kind braucht in den ersten Lebensjahren eine Umgebung, in der es alle seine Fähigkeiten und Fertigkeiten entwickeln kann, die es braucht, um gut lernen zu können. Der Kindergarten unterstützt dabei die Familie auf einem kurzen Stück des Weges."

Feste und wiederkehrende Aktionen im Jahresverlauf:

  • Erntedankfeier und Gestaltung eines Gottesdienstes im Verlauf des Jahres
  • Laternenumzug zu St. Martins
  • Nikolausfeier, oftmals im Wald
  • Adventsweg
  • Spielzeugfest
  • Fasnet
  • Osterfest
  • Muttertag/Vatertag: Ein Geschenk wird gebastelt
  • Teilnahme an Festen im Dorf oder eigenes Kindergartenfest
  • Wanderungen und Ausflüge
  • Schultütenbasteln mit den Eltern
  • der Geburtstag jedes Kindergartenkindes wurde gefeiert

Die Aktitäten des Kindergartens haben sich immer auch am Dorfleben und den Ereignissen im Ort orientiert. Das Mitmachen am Dorfleben war selbstverständlich – die Kinder mit dabei.

Quellen: Interview und Gespräch mit Marianne Kronenthaler, Festbuch zum 250. Jubiläum der Pfarrkirche St. Jakobus

Stimmen von Kindern / Zeitzeugen

Kindergartenkind Jahrgang 1965

Toll war das Drehkarusell, das war sehr begehrt. Beliebt waren auch die Puppenecke und die Bauecke, auch die Legos

Kindergartenkind Jahrgang 1965

Der Klogang war speziell: Man musste sich in einer Schlange aufstellen – auch wenn es “pressierte” – und dann musste man durch die passende Schwingtür gehen, die rote (für Mädchen) oder die blaue (für Jungen). Die Schwingtüren waren nicht abschließbar. Die Toiletten waren niedrig, ebenso die Waschbecken, dort war personalisiert für jedes Kind ein Handtuch aufgehängt. Regelmäßig gab es eine Vitamintablette.

Fotos und Anschauungsmaterial

Hier gibt es Fotos, Anschauungsmaterial, weitere Hinweise und ergänzende Infos!
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